+++   19.10.2019 Leistungsprüfung Wasser  +++     
     +++   26.10.2019 Einsatzübung LZ 23 Ahorntal  +++     
     +++   07.11.2019 Technischer Dienst  +++     
     +++   09.11.2019 Übung UVV Theorie / Praxis  +++     
     +++   14.11.2019 Übung Erste Hilfe / AED  +++     
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Chronik

Den Grundstein unserer freiwilligen Feuerwehr Körzendorf legten 44 Männer am 4. März 1875 bei einer Versammlung, zu der der Landesausschuss der bayerischen Feuerwehr 1873 zur Verbesserung des Feuerlöschwesens alle Gemeinden aufgerufen hatte. Offiziell genehmigt wurde unsere Wehr am 20. September 1875 im kgl. Bezirksamt Pegnitz unter der Nummer 3299. Unter den 44 Männern waren auch 19 Männer aus den Ortsteilen Vorder- und Hintergereuth und dem Einzelgehöft Hütten. Diese „Gereuther“ machten sich am 5. Februar 1901 selbständig und gründeten ihre eigene Wehr.

 

Erster Vorstand wurde Georg Grüner, der damalige Bürgermeister von Körzendorf. Als Kommandant wählte man Andreas Brendel, der sich für die Ausbildung bereiterklärte.  Die Vorstandschaft vervollständigten Adjutant Johann Link und Schriftführer Johann Wohlfahrt, beide aus Hintergereuth.

 

Über fast 84 Jahre bis 1962 war das erste und einzigste Requisit zur Brandbekämpfung eine Handdruckspritze, in die das Wasser mit Eimern geschüttet werden musste. Diese schaffte man im Jahre 1878 an. Bis 1912 entnahm man das Wasser zum Löschen einem Feuerweiher und einem Hirtenweiher. Unter solchen schlechten Voraussetzungen konnte deshalb das komplette Niederbrennen des Anwesens Tengenfelder im Jahre 1905 nicht verhindert werden, dem ersten Schadenfeuer nach Gründung der Wehr. Eine noch größere Katastrophe konnte durch das beherzte Eingreifen eines Reizendorfer Bauern abgewendet werden. Er stellte sich auf einem Heustoss in der benachbarten Scheune und versuchte dem Funkenflug Herr zu werden. In den darauffolgenden Jahren verzeichnete man keine besonderen Vorkommnisse.

 

Mit dem Jahr 1912 hatte die alte Spritze für den örtlichen Brandeinsatz ausgedient. Damals legten Körzendorfer Bürger eine Wasserleitung für unsere Ortschaft an. Übrigens die erste in der Gemeinde Ahorntal. Somit hätten eventuelle Brände mit dem Anschluss an die Hydranten bekämpft werden können. In einer gesonderten Kammer speicherte man genügend Wasser für den Ernstfall. Auf diese Wasserreserve musste erst im Jahre 1967 bei dem Brand des Anwesens Karl Herzing zurückgegriffen werden.

 

Die Stammliste verrät, dass schon wenige Jahre nach der Gründung einige Feuerwehrmänner ihre Ortschaft verließen, um sich z.B. in Amerika eine Existenz aufzu-bauen. Ein Briefwechsel zwischen dem kgl. Bezirksamt Pegnitz und der Gemeinde Körzendorf aus dem Jahre 1903 zeigt, dass das Feuerwehrwesen streng kontrolliert und oberflächliche Geschäftsführung gerügt wurde. So hatte der damalige Bürgermeister zehn Feuerwehrmänner für die Verleihung des Feuerwehrabzeichens für 25-jährige aktive Dienstzugehörigkeit vorgeschlagen. Von Amts wegen wurde jedoch festgestellt, dass nur ein Feuerwehrmann die geforderten Bedingungen erfüllte. Somit ehrte man als ersten Feuerwehrmann Johann Brendel für seine 25-jährige aktive Dienstzugehörigkeit.

 

In den Jahren bis zum 1. Weltkrieg verzeichnete man in der Körzendorfer Feuerwehr keine besonderen Vorkommnisse. Aus dem Verzeichnis der ins Feld gezogenen Feuerwehrkameraden lässt sich ersehen, dass von 35 Mitgliedern 27 Männer in den 1. Weltkrieg ziehen mussten. Franz Fick, Georg Eckstein, Georg Wickles und Johann Eckstein kehrten nicht mehr in ihre Heimat zurück. Sie fielen in den Schlachten von Arras und Verdun.

 

Noch mehr Leid trug der 2. Weltkrieg in die Körzendorfer Familien. Von den eingezogenen Männern mussten 14 Soldaten ihr Leben auf den Schlachtfeldern ganz Europas lassen. Während dieser schrecklichen Kriegsjahre bildete schon damals der Kommandant Johann Eckstein junge Frauen an der Spritze und Leiter aus.

 

Unsere erste Damenmannschaft bestand aus:

  • Kuni Eckstein    
  • Johanna Rühr   
  • Margaret Steger   
  • Anna Heumann
  • Anna Eckstein    
  • Anna Hartmann
  • Babette Grüner       
  • Kunig. Eckstein

 

In der Nachkriegszeit konnte man von einem geregelten Dienst in der Feuerwehr nicht sprechen. Viele Familien mussten sich eine neue Existenz aufbauen. Außerdem mangelte es an den unbedingt erforderlichen Gerätschaften und was natürlich am meisten fehlte war das Geld.

 

Mit dem Jahr 1962 begann für die Körzendorfer Wehr der grosse Aufschwung. Unsere Wehr zählte mittlerweile 43 Mitglieder. Da seit dem Austritt des 1. Vorstandes Michael Hartmann dieser Posten nicht mehr besetzt war, legte man die alleinige Verantwortung in die Hände des damals erst 23-jährigen Hans Adelhardt. Noch im selben Jahr wurden für zwei Gruppen neue Uniformen angeschafft. Eine TS8 für     6.569,90 DM löste eine vorher für zwei Jahre ausgeliehene TS4 ab. Nun konnte man die Einsatzbereitschaft an einem damals modernen Gerät zeigen. Nicht unerwähnt darf hier der langjährige, erst durch die Gemeindereform abgelöste Bürgermeister Matthias Landmann bleiben, der für die Belange der Feuerwehr stets ein offenes Ohr hatte und diese nach Möglichkeit unterstützte.

 

Ein etwas trauriges Schicksal war der alten Handdruckspritze aus dem Jahre 1878 beschert. Wegen Platzmangels verkaufte man sie für 25 DM an einem Körzendorfer Bauern, der aus dem Untergestell einen Jauchewagen baute. Schon bei der zweiten Fuhre in den „Möslas“ brach der Wagen auseinander. Nachdem sich in den 60-er Jahren unsere Ortschaft stark vergrößert hatte, reichte der Feuerweiher mitsamt der Reservekammer im Hochbehälter als Löschwasserreservoir nicht mehr aus. Somit entschloss man sich 1971, einen zusätzlichen Löschbehälter zu errichten.

 

1974 erhielt die moderne TS8 einen sicheren Standort in einem neu erstellten Gerätehaus. Dass die Körzendorfer Wehr ihr Erlerntes auch im Ernstfall verwirklichen können, zeigten sie bei Einsätzen im eigenen Dorf, in Reizendorf und Christanz. Dies ist auf die konsequenten Schulungen durch die beiden Kommandanten Hans Adelhardt und Baptist Kohlmann zurückzuführen.

 

Im Jahr 1979 begeht unsere Wehr etwas verspätet ihr 100-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe. Allein aus den Spenden der Körzendorfer Bürger wurde die Fahne finanziert. Johanna Grüner wählte man zur Fahnenbraut, Josef Knauer zum Fahnenträger. Vier Tage lang wurde gefeiert. Zum Festzug am Sonntag, den 3. Juni, waren über 70 Vereine aus nah und fern gekommen.

 

Vom großen Gemeinschaftssinn zeugte auch die Errichtung eines Schlauchtrockenturmes, auch dieses war nur durch die Spendenfreudigkeit der Körzendorfer Bürger möglich geworden. Das Jahr 1981 sollte zu einem der größten Bewährungsproben in der Geschichte unserer Wehr werden. Nicht weniger als dreimal wurde man zur Brandbekämpfung gerufen. Im Februar brannte die Scheune des Landwirtes Gregor Richter bis auf die Grundmauern nieder. Ebenso die Scheune der Schwestern Barbara und Margarete Hauer. Der gute Ausbildungsstand unserer Wehr zeigte sich besonders bei diesem Einsatz. Sechs Feuerwehrmänner verhinderten bis zum Eintreffen der restlichen Männer das Übergreifen der Flammen auf das nur ein paar Meter entfernte Anwesen des Landwirtes Killian Richter. Nicht verschont wurden auch die Eheleute Anna und Richard Hartmann im November des gleichen Jahres. Ihre Scheune, die als Lager- halle für Lebensmittel für ihr Kleinwarengeschäft diente ging in Flammen auf. Bei diesen drei Bränden entstand ein Schaden von mehreren Hunderttausend DM. Als Brandursache wurde bei allen Fällen Brandstiftung festgestellt.

 

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde ebnete man unseren Löschweiher ein und ersetzte ihn durch einen unterirdischen Behälter. Er stammte aus dem Jahr 1952 und hatte somit ausgedient, da man ihn nicht mehr nutzen konnte. Im Mai 1984 setzte ein Blitzschlag die Scheune und den Stall des Landwirtes Georg Eckstein in Brand. Durch das rasche Eingreifen unserer Feuerwehr konnten 13 Rinder gerettet werden. Alle anderen landwirtschaftlichen Geräte wurden ein Raub der Flammen.

 

Mit der Zeit wurde der Platz für die angeschafften Gerätschaften und Utensilien zu klein, deshalb entschloss man sich zum Bau einer Feldscheune. Bauholz stellten einige Landwirte zur Verfügung, die Feuerwehrkameraden errichteten das Gebäude in Eigenleistung. Somit konnten Grill und Verkaufsbuden untergebracht und das alljährliche Johannisfeuer abgehalten werden.

 

Der 20. und 25. Juni 1987 hatte für einige von unseren Ortsbewohnern unliebsame Auswirkungen. Für unsere Gegend ungewöhnlich heftige Regenfälle, wie sie seit dem grossen Unwetter vom Sommer 1959 nicht mehr vorkamen, ließen die Keller der tiefergelegenen Häuser der Familien Dahl, Rogner, Richter und Brendel teilweise bis zu 1,50 Meter hoch überfluten. Unsere Wehr wurde in einer Woche zweimal zur technischen Hilfeleistung gerufen.

 

Der Antrag der Körzendorfer Wehr vom 20. Januar 1986 an die Gemeinde auf Zuschuss zum Bau eines Gerätehauses wurde gewährt. Am 28. August 1987 war es dann soweit, der erste Spatenstich zum Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses wurde ausgeführt. Der Federführung der beiden Kommandanten und ihren zahlreichen fleissigen Helfern ist es zu verdanken, dass im November des gleichen Jahres bereits Richtfest gefeiert werden konnte. Ein verhältnismäßig milder Winter machte ein rasches Fortfahren der Innenausbauten möglich. Im Frühjahr stellte man die Aussenanlagen fertig. Somit konnte man nach knapp einjähriger Bauzeit am 27. August 1988 fast auf den Tag genau das neue Gerätehaus intern eröffnen.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 7. Januar 1990 mit Neuwahlen gab es eine überraschende Wende in unserer Führungsmannschaft. Unser 1. Kommandant Hans Adelhardt legt nach 28 Jahren, ebenso unser 2. Kommandant Baptist Kohlmann nach 24 Jahren ihre Ämter nieder. Sie hatten in den zurückliegenden Jahrzehnten hervorragende Aufbauarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr zum Wohle unserer Bürger und unserer Ortschaft geleistet.

 

Die Nachfolge traten Roland Adelhardt als 1. Kommandant und sein Stellvertreter Manfred Richter an. Erstmals wurde im Jahre 1991 wieder ein separater Vorstand in unserer Wehr gewählt. Werner Eckstein erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen. Am 8. Juni 1992 setzte dann ein Blitzschlag die  35 x 15 Meter grosse Scheune der Schreinerei Max Richter in Brand. Durch schnelles und umsichtiges Handeln konnte ein Übergreifen des Feuers auf die nur ein Meter entfernte Werkstatt, sowie das direkt angebaute Holzlager verhindert werden.

 

 Bedingt durch seinen Wohnortwechsel legte Manfred Richter 1993 sein Amt als 2. Kommandant nieder. Bernd Kohlmann übernahm ab diesem Zeitpunkt seine Aufgaben. Der abwehrende Brandschutz sowie die technische Hilfeleistung in der gesamten Gemeinde entsprachen schon lange nicht mehr den Anforderungen. Deshalb führte man in unserer Ortschaft eine Unterschriftenaktion durch, mit der man der Gemeinde Ahorntal die Dringlichkeit zur Anschaffung eines Löschfahrzeuges aufzeigen wollte. Bürgermeister und Gemeinderäte beschlossen nach etlichen Sitzungen dem Antrag zur Beschaffung stattzugeben.

 

Das Amt des 1. Kommandanten besetzte man am 7. Juli 1995 durch Reinhard Haas neu, nachdem Roland Adelhardt zurückgetreten war. Im Rahmen einer Feierstunde erfolgte am 11. März 1997 die Schlüsselübergabe für unser Löschfahrzeug Mercedes vom Typ LF 8/6 mit Ziegler-Aufbau. Es ist ausgerüstet mit Atemschutz, Rettungsschere und Spreizer. Die offizielle Übergabe mit Fahrzeugweihe fand am 20. Juli 1997 statt.

 

Ab diesem Zeitpunkt vollzog sich eine Änderung in unserer Feuerwehr. Der Schwerpunkt bei Alarmierungen unserer Ortswehr in den vergangenen Jahren hatte überwiegend darin bestanden, Brandschutz zu leisten. Mit unserem neuen MB LF 8/6 mit THL-Ausrüstung mussten wir jetzt auch damit rechnen bei Verkehrsunfällen alarmiert zu werden, denn im gesamten Ahorntal war und ist bis zum heutigen Zeitpunkt unser Feuerwehrauto das einzige Fahrzeug seiner Art. Alle aktiven Mitglieder mussten nun mit den neuen Gerätschaften vertraut gemacht werden. In vorbildlicher Weise wurde durch unseren 1. Kommandanten Reinhard Haas und dem 2. Kommandanten Bernd Kohlmann in zahlreichen Schulungen und Übungen unsere aktive Wehr zu einer hochmotivierten, schlagkräftigen und taktisch wertvollen Mannschaft ausgebildet. Bereits im Jahre 1998 legten mehrere Gruppen ihr erstes Leistungsabzeichen „Bronze“ in technischer Hilfeleistung ab. Im jährlichen Wechsel werden seitdem Leistungsprüfungen in „Wasser“ und THL von mehreren Gruppen erfolgreich abgelegt.

 

Zum ersten Einsatz wurde unsere Wehr mit neuem Löschfahrzeug nach Volsbach zur Bekämpfung eines Kaminbrandes mit starker Rauchentwicklung im Anwesen Weber gerufen. Hier erwies sich unser Atemschutz als besonders hilfreich und so konnten unsere aktiven Feuerwehrmänner das Gelernte sehr gut in die Tat umsetzen.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 31. Januar 1998 wurden für 40-jährige Dienstzugehörigkeit unsere beiden Ehrenkommandanten Hans Adelhardt und Baptist Kohlmann geehrt. Beiden wurde beim Kreisfeuerwehrtag 1998 in Kirchahorn das bayerische Verdienstkreuz in silber verliehen. Noch im gleichen Jahr, am 17. November, verstarb unser Ehrenkommandant Hans Adelhardt im Alter von 59 Jahren. Unsere Fahnenabordnung und viele Feuerwehrkameraden geleiteten ihm zu seiner letzten Ruhestätte.

 

Werner Eckstein trat am 1. November 1999 als Vorstand zurück. Bei der Generalversammlung am 29. Januar 2000 mit Neuwahlen wurde dann zum 1. Vorstand Georg Kohlmann und als 2. Vorstand Josef Knauer gewählt. Diese neu formierte Vorstandschaft erkannte die Notwendigkeit einer neuen Satzungsgebung für unseren Feuerwehrverein als ihre Aufgabe. Aus Haftungsgründen sollte gleichzeitig die Umbenennung des bisherigen Feuerwehrvereins in „FF-Körzendorf e.V.“ und durch die Eintragung ins Vereinsregister die Stellung einer juristischen Person erreicht werden. Bei der Gelegenheit erarbeitete man auch eine für die Mitglieder verbindliche Feuerwehrordnung. Diese Ordnung soll neben der Satzung das Zusammenleben der Mitglieder im Verein erleichtern und dafür Sorge tragen, dass ein jedes Mitglied gleichbehandelt wird. Ausserdem integrierte man eine Kleiderordnung für männliche und weibliche Mitglieder, die noch keinen aktiven Dienst geleistet haben, unter Berücksichtigung des gültigen bayerischen Feuerwehrgesetzes über das Tragen einer Feuerwehruniform.

 

Bei der darauffolgenden Hauptversammlung am 26. Januar 2001 wurde die neue Feuerwehrsatzung einstimmig angenommen. Die Satzung sieht vor, dass die Feuerwehrordnung von der Vorstandschaft für die Mitglieder verbindlich beschlossen werden kann. Mit diesem Datum benannte sich die FF Körzendorf in „FF Körzendorf e.V“ um. Diese Feuerwehrordnung wurde in einer Vorstandschaftssitzung ebenfalls beschlossen. Seitdem wurden darin aber immer wieder kleine Änderungen mit dem Ziel vorgenommen, eine möglichst ausgefeilte Ordnung erstellt zu haben.

 

Nicht weniger als 15 Einsätze bescherte uns das Jahr 2001. Davon acht technische Hilfeleistungen, vier Brandeinsätze und zwei Sicherheitswachen. Zum ersten Mal gedachten wir in besonderer Weise am Florianstag unserer lebenden und verstorbenen Mitgliedern. Gemeinsam mit unserer Fahne und von Blasmusik begleitet, zogen wir vom Feuerwehrhaus zur örtlichen Kapelle um Gottesdienst zu feiern. Dies erhoben wir zu unserer Tradition.

 

Durch die Anschaffung des Löschfahrzeuges wurde der Raum in unserem Gerätehaus zu klein, deshalb beantragten wir bei der Gemeinde Ahorntal einen Anbau an unser Feuerwehrhaus. Bürgermeister und Gemeinderäte bewilligten diesen Antrag und somit erfolgte der 1. Spatenstich am 18. Mai 2001 durch unseren Bürgermeister Herbert Dannhäußer und der Vorstandschaft. Nach einer Rekordzeit von nur zwölf Wochen stand unser neues Gerätehaus komplett mit Aussenanlagen da. Wir erbrachten eine Eigenleistung von 1.500 Stunden. Die Bauaufsicht hatte unser Ehrenkommandant Baptist Kohlmann übernommen.

 

Eine ausserordentliche Migliederversammlung fand am 15. Juni 2001 statt. Die komplette Vorstandschaft und der 1. Kommandant mussten neu gewählt werden. Bei dieser Versammlung  traten erstmals wieder drei Damen aktiv in unsere Feuerwehr ein. Per Handschlag nahm man Claudia Knauer, Tanja Knauer und Renate Schwarz auf.

 

Als am 22. Dezember 2001 das Schneechaos über uns hereinbrach, versetzte man auch unsere Wehr, die zum 23. Löschzug des Landkreises Bayreuth zählt, in Bereitschaft. Zum Glück wurde er nicht eingesetzt, da wir nach Weihnachten wegen des Schneebruchs selbst genügend umgestürzte Bäume zu beseitigen hatten. Bei unsere Hauptversammlung am 18. Januar 2002 fanden zahlreiche Ehrungen statt, die unser Kreisbrandrat Ludwig Lauterbach persönlich vornahm. Bei dieser Versammlung wurde beschlossen, im Jahr 2003 unser 125-jähriges Gründungsfest abzuhalten.

 

Nach unseren turnusgemäßen Veranstaltungen bescherte uns der August 2002 eine Hochwasserkatastrophe. Diese war im Elbegebiet besonders schlimm. Zahlreiche Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis waren einem Hilferuf aus Starbach im Landkreis Meißen gefolgt, nachdem KBR Ludwig Lauterbach den Apell an seine Feuerwehren richtete, Hilfe zu leisten. 93 Männer und 4 Frauen aus 14 Feuerwehren erklärten sich freiwillig bereit, in die Hochwassergebiete zu fahren, um gegen die Fluten anzukämpfen und ihre Folgen zu beseitigen. Reinhard Haas und Harald Wolfring folgten bereitwillig diesen Aufruf. Vom Mittwoch, 21. bis Freitag, 23. August pumpten sie Keller und Tiefgaragen leer und beseitigten Unmengen von Schlamm. Die Zerstörungen waren fast wie im Krieg, viele Familien verloren ihr Hab und Gut.

 

An dem Wochenende vom 25. bis 28. Oktober 2002 fegte ein Sturm durch ganz Bayern. Nach sechs technischen Hilfeleistungen mussten wir feststellen, dass auch unser eigenes Gerätehaus nicht verschont blieb. Zahlreiche Dachziegeln und sogar unser Schlot, der einfach abknickte, fielen dem Wind zum Opfer. Somit schlug das Jahr 2002 mit 25 Einsätzen zu Buche, davon 20 technische Hilfeleistungen, 3 Brandeinsätze und 2 Sicherheitswachen.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 2003 wurde die erneut überarbeitete Satzung von allen Mitgliedern einstimmig angenommen. Jetzt entsprach unsere Satzung auch den Voraussetzungen der Steuerbegünstigung, die vom Finanzamt Bayreuth gefordert und von uns beantragt wurde. Unsere passiven Frauen erklärten sich erstmals bereit, sich laut unserer Ordnung mit Feuerwehrbluse und Halstuch auszustatten. Diese stellten sie eindrucksvoll  bei der Generalversammlung vor.Unsere Wehr zählt im Jahr 2003 50 aktive und 30 passive Mitglieder.

 

Die Vorbereitungen für das 125-jährige Gründungsfest im Jahr 2003 zogen sich wie ein roter Faden durch das ganze letzte Jahr. Der Festausschuß stellte ein vielseitiges Programm vom 11. bis 13. Juli zusammen. Das Fest begann am Freitag mit unserer einheimischen Rockgruppe "Growing Down". Am Samstag fand die offizielle Eröffnung unseres Festes mit dem Bieranstich durch den 1. BGM Herrn Dannhäußer statt. Danach schloss sich der Festkommers mit Ehrungen an. Als Überraschung überreichte uns der 1. BGM Dannhäußer einen Ziehfix. Nach dem offiziellen Teil kam dann richtige Stimmung mit der Band Alpenmafia auf. Als besondere Gäste durften wir die Feuerwehrkameraden aus Kleestadt begrüßen, die im Wiesentstädtchen Waischenfeld zum Kanufahren unterwegs waren und zufällig auf unser Festplakat aufmerksam wurden. Kurzerhand luden wir sie zur Teilnahme am Festumzug als 66. Verein ein.

 

Der Festtag am Sonntag begann um 7.00 mit dem Weckruf, an dem auch unsere Patenwehren teilnahmen. Mit unserer Blasmusik und Teile der Band Alpenmafia, die es sich nicht nehmen ließ, bei strahlendem Sonnenschein unsere 11 Festdamen von zuhause abzuholen, zogen wir durch das ganze Dorf zum neuen fertiggestellten Feuerwehrhaus. Unser Schirmherr Herr Pfarrer Morawietz weihte es feierlich und wünschte Gottes Segen. Danach zogen wir feierlich zum Festplatz, um den Gottesdienst abzuhalten. Um 14.00 Uhr begann dann unser Festzug mit jetzt 66 Vereinen, den Musikkapellen und den Ehrengästen. Wir waren stolz den Teilnehmern eine so schön geschmückte und neu gestaltete Ortschaft präsentieren zu dürfen. Der Höhepunkt des Tages erfolgte aber durch unseren kleinen Zapfenstreich um 22.00 Uhr. Vom Feuerwehrhaus marschierten wir, angeführt von der Trachtenkapelle Hohenmirsberg, mit Fackelträgern, Patenwehren und Festdamen zum Festplatz. Vor dem Bierzelt wurde der kleine Zapfenstreich abgehalten. Es war für alle Teilnehmer und Zuschauer ein besonderer Moment und der krönende Abschluß eines super gelungenen Festes.

 

Am Montag schloß sich noch ein politischer Abend am Fest an. Als besonderen Gast konnten wir den neu gewählten Ministerpräsident aus Thüringen Herrn Dieter Althaus begrüßen. Natürlich mußte er sich in das Goldene Buch der Feuerwehr Körzendorf eintragen. Nach der Ansprache konnte er sich nicht wirklich von unseren guten Weizenbier und unserer Ortschaft trennen.

 

Die Aufräumarbeiten am Dienstag waren durch den Einsatz vieler Kameraden schnell erledigt und dann verwandelte sich der aufgeräumte Festplatz in eine Oase der Entspannung. Kurzfristig fanden sich Musiker ein, die keine Instrumente brauchten, Getränke und Essen wurde gereicht und bei Lagerfeuer ließen wir das Fest Revue passieren und langsam ausklingen.

 

Das diesjährige Johannisfeuer sollte eigentlich erst am 27. Juni stattfinden. Aber da naive Personen meinten, sie könnten unserer Wehr noch mehr Stress als notwendig bereiten, zündeten sie das noch nicht aufgeschichtete Feuer an und bescherten uns den einzigsten Brandeinsatz für dieses Jahr. Trotzdem konnten wir den Termin halten und durch das neu zusammengefahrene Material war es noch größer als das alte.

 

Nach dem Besuch der Kleestadter Feuerwehr war nun ein Gegenbesuch fällig. Also verbanden wir damit unseren Vereinsausflug am 4. Oktober. Wir starteten um 7.00 Uhr und legten zwischen Würzburg und Aschaffenburg eine Brotzeit ein. Danach machten wir einen Abstecher zum Wasserschloß Mespelbrunn. Anschließend bekamen wir eine Stadtführung durch Großumstadt.

 

Der Kaffee wurde uns in Kleestadt gereicht, wo uns ein riesiger Kuchen mit unserem heimatlichen Wappen willkommen hieß. Ab 18.00 Uhr begann das Oktoberfest und man knüpfte neue Kontakte, aber auch alte wurden aufgefrischt. Mit Löschwasser bewaffnet starteten wir um 24.00 Uhr in Richtung Heimat und luden unsere Freunde zur Kerwa 2004 ein. Das Jahr 2003 bescherte uns 7 THL-Einsätze, 2 Sicherheitswachen und 1 Brandeinsatz.

 

In den interenen Sitzungen zwischen Vorständen, Kommandanten und Mitgliedern der Vorstandschaft wurde angeregt, sich um die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges als Ergänzung für das vorhandene LF 8/6 zu bemühen. Viele Kameraden mißbilligen es, mit ihren eigenen PKW´s zum Einsatzort fahren zu müssen. Es sei zu befürchten, daß immer wenige freiwillige, aktive Mitglieder bereit sind, der Alamierung zu folgen. Nach Gesprächsterminen mit der der Gemeinde wurde dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 8. Mai 2004 einberufen. Nach Darstellung der Situation stimmten alle anwesenden Mitglieder für die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges. Hierbei kann es sich auch um ein gebrauchtes Fahrzeug im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten handeln.

 

Turnusmäßig waren wir 2004 wieder für die Abhaltung unserer Dorfkerwa zuständig. Viele Arbeitsstunden mußten wieder aufgewendet werden. Am Samstag besuchten uns die Kameraden von der Kleestädter Feuerwehr. Nach der Besichtigung der Sophienhöhle wollten sie umbedingt beim Aufstellen unserers Kerwabaumes helfen. Als Lohn für die erbrachten Leistungen bewirteten wir sie im Zelt mit Kaffee und Kuchen. Abends unterhielten sie uns mit ihrer mitgereisten Musikkapelle. Nachdem die FF Körzendorf im Gemeinderat eine neue, leistungsfähigere Rettungsschere beantragt hatte, wurde die Anschaffung am 24. Juni beschlossen.

 

Am 25. Juni brannten wir unser Johannisfeuer für dieses Jahr ab. Hier weihten wir die neu geschaffene Sitzgelegenheit bei unserer Feldscheune ein. Bei einer kleinen Feierstunde im Gerätehaus am 24. September übergab uns der 1. BGM Dannhäußer die neue Rettungsschere.

 

Am 4. Oktober war es dann soweit. Mit einer knappen Mehrheit beschloß der Gemeinderat die Übernahme der laufenden Kosten und die Anschaffung der feuerwehrtechnischen Beladung für unser Mehrzweckfahrzeug. Von der Fa. Richter R+W konnten wir einen unfallbeschädigten Ford Transit, Baujahr 2002 erwerben. Die Kosten über 16.500 Euro bezahlte unsere Wehr aus ihrer Vereinskasse. Der arbeitsreichere Teil sollte erst jetzt folgen. In 875 Arbeitsstunden wurde das Mehrzweckfahrzeug repariert, geschliffen, lackiert, Teppiche, Trennwände, Sitzbänke, die aus Teilen Deutschlands abgeholt wurden, und die feuerwehrtechnische Beladung eingebaut.

 

Wir können stolz auf unsere Kameraden sein, die ihre Arbeitskraft und ihre Freizeit für den Dienst am Nächsten freiwillig zur Verfügung stellen. Ein großes Lob gilt auch unseren zahlreichen Spendern und Gönnern, die viele Anschaffungen erst möglich gemacht haben. Besonders auch mit Sachspenden.

 

Am 18. Dezember fand die interne Übergabe im Feuerwehrhaus statt. Bei Schaschlik und Glühwein wurden den Sponsoren und aktiven Arbeitern gedankt. Am 20. Dezember erfolgte die TÜV-Abnahme. Der TÜV-Beauftragte attestierte eine sorgfältige, gewissenhafte und vorbildliche Arbeit. Somit konnte unser Mehrzweckfahrzeug in Betrieb genommen werden. Einsätze 2004: 6 THL-Einsätze, 4 Brandeinsätze und 1 Sicherheitswache.

 

Die offizielle Übergabe des Mehrzweckfahrzeuges erfolgte am 20. Mai 2005. Am 30. Juli wurde unser 11/1 mit Gottes Segen von Herrn Pfarrer Morawietz ausgestattet. Nach dem Gottesdienst zogen wir und sämtliche eingeladene Vereine vom Mehrzweckfahrzeug und von der Musik angeführt zum Feuerwehrhaus. Nach den Ansprachen der Feuerwehrführung und den Verantwortlichen feierten wir noch ausgiebig unser neues Fahrzeug.

 

Nach diesen freudigen und ereignisreichen Tagen mußten wir auch einen sehr traurigen Vorfall verarbeiten. Am 16. Oktober trat der Fall ein, den sich kein Feuerwehrmann jemals wünschen würde. Um 2.32 wurde unsere Wehr zur technischen Hilfeleistung bei unseren Kameraden Tobias Hädinger am Ortsrand von Körzendorf gerufen. Bei dem Unfall wurde er in seinem Fahrzeug eingeklemmt und wir konnten ihm trotz allen menschenmöglichen Bemühungen und mit dem neuesten technischen Gerät ausgestattet, nicht mehr helfen. Er verstarb noch vor den anwesenden Kameraden an der Unfallstelle. Unsere Männer leisteten hervorragende Arbeit und stießen dabei auch an ihre körperlichen Grenzen und es war nicht einfach ein solches Geschehen zu verarbeiten und zur Tagesordnung überzugehen.

 

Auch unser ehemaliger 1. Vorstand Werner Eckstein verstarb am 31. Oktober. Er hatte sein Amt von 1991 bis 1999 inne.

Einsätze im Jahr 2005: 13 THL-Einsätze, 4 Brandeinsätze, 1 Sicherheitswache und 1 Amtshilfe. Nach den tragischen Ereignissen regte Matthias Brendel die Anschaffung eines Notfallkoffers an, der zentral im Feuerwehrhaus stationiert werden könnte. Die Ausbildung könnte über den Malteser Hilfdienst erfolgen.

 

Eine nicht unscheinbare Rolle spielte die Fußball-Weltmeisterschaft, die dieses Jahr in unserem Land stattfand. Unsere flugs angelegte Fanmeile erstreckte sich rund um die Feuerwehrzentrale und das kleine Feuerwehrhaus wurde schnell zum Mini-Station umfunktioniert. Bei Bratwürsten, Steaks und Bier kam das richtige Fußballfieber auf. Kinder und Erwachsene feierten in geselliger Runde die Weltmeister der Herzen. Einsätze im Jahr 2006: 10 THL-Einsätze, 4 Sicherheitswachen und 1 Brandeinsatz.

 

Bei der Mitgliederversammlung am 20. Januar 2007 wurde über die Anschaffung eines Notfallkoffers abgestimmt. Alle anwesenden Mitglieder stimmten dafür. Bei diesem Termin wurde auch die gesamte Vorstandschaft neu gewählt. Diese Wahl gestaltete sich etwas schwierig, da niemand sich für das Amt des 1. Vorstandes zur Verfügung stellen wollte. Also wählte man zuerst den 2. Vorstand, Robert Eckstein wollte das Amt übernehmen. Da sich aber kein 1. Vorstand fand und sich nur ein Team bestehend aus Markus Brendel als 1. und Jörg Hahn als 2. Vorstand bereit erklärte, trat Robert Eckstein von seinem Amt zurück und man wählte diese beiden Personen. Als 1. Kassier verpflichtete man Andreas Brendel und als 2. Kassier Clemens Richter. Ute Adelhardt und Erhard Brendel stellten sich als 1. und 2. Schriftführer wieder zur Verfügung.

 

Die Kosten für die Anschaffung des Rettungsrucksackes schlugen mit 2.400 Euro zu Buche, die durch Spenden von Firmen und Privatpersonen aus Körzendorf finanziert wurden. Matthias Brendel erklärt sich als Verantwortlicher bereit, die Ausrüstung auf den neuesten Stand zu halten. Für die Ausbildung ist ein First – Responderkurs nötig. Im laufenden Jahr schaffte man noch einen Dephibrillator für ca. 1.600 Euro an. 14 Teilnehmer erklärten sich zur Teilnahme an diesem Kurs bereit, der ca. 80 Stunden dauert und mit einer Prüfung abgeschlossen werden muß. Die Kosten trägt nicht die Gemeinde, sondern werden aus dem Fond des Notfallkoffers übernommen.

 

Im Rahmen eines Ausfluges besuchten wir am 18. August nochmals die Feuerwehr aus Kleestadt. Nach einer Schiffahrt von Wertheim nach Aschaffenburg erfolgte die Ankunft in Kleestadt. Dort gab es Kaffee und Kuchen und danach einen Stadtbummel oder Fußball. Abends gab es Stimmung mit Backenmusik von den Maintalern. Mit Appelwei ging es um 2.00 Uhr morgens nach Hause.

 

Im Jahr 2007 heirateten unsere beiden Vorstände, was auch sehr selten vorkommt. Abschied nehmen mußten wir von unserem Ehrenmitglied Werner Dahl, er war 28 Jahre lang als Kassier und 17 Jahre als Vereinssanitäter tätig.

Einsätze im Jahr 2007: 26 THL-Einsätze, 5 Brand-Einsätze, 4 Sicherheitswachen, 1 First-Responder-Einsatz und 1 Fehlalarm.

 

Nachdem unser 1.Vorstand Markus Brendel seinen Rücktritt zum 19.01.08 erklärte, mußte bei der Hauptversammlung ein neuer 1. Vorstand gewählt werden. Oder die Vorstandschaft bestimmt einen kommisarischen Vertreter für den Rest der Amtszeit. Da sich keine der vorschlagenen Personen zur Verfügung stellte, wollte die Vorstand-schaft einen Vertreter in den nächsten Sitzungen ernennen. Als die Versammlung fast zuende war, ergriff Anton Brendel erneut das Wort und fragte Georg Kohlmann nochmals, ob er nicht noch einmal das Amt übernehmen wolle. Nach langen Hin und Her kam es jetzt zur Abstimmung. Per Handzeichen stimmten alle Anwesenden dafür. Georg Kohlmann machte als Bedingung, dass er sich Josef Knauer als Vertrauensmann zur Seite stellen wolle. Somit ist der alte auch der neue Vorstand unserer Wehr.

 

Im arbeitsaufwendigen Jahr 2008 fanden 12 Vorstands- und Festausschusssitzungen statt, in denen hauptsächlich unsere Kerwa vorbereitet wurde. Das erste Mal feierten wir sechs Tage lang. Den Kerwasamstag verbanden wir mit unserem 130-jährigen Gründungsfest. Mit dabei war auch eine Abordnung unserer befreundeten Wehr aus Kleestadt. Sie durften mit uns Kerwabaum aufstellen und anschließend mitfeiern. Beim Festkommers übergab uns der Schirmherr 1. BGM Herbert Dannhäußer den aus Spenden finanzierten Rettungsrucksack. Nach den Ehrungen heizte uns der Horrido-Express richtig ein und der Abend war mehr als gelungen. Das grosse Zelt fasste kaum die vielen Gäste, die zum Jubiläum angereist waren. Am Tag darauf konnten wir zum Florianstag die Messe für unsere verstorbenen Kameraden feiern. Begleitet von der Blaskapelle Kirchahorn marschierten wir mit unseren Patenwehren vom Feuerwehrhaus ins Bierzelt, wo wir danach zum politischen Frühschoppen als Redner den Europaminister Markus Söder begrüssen konnten. Er trug sich feierlich in unser goldenes Buch der Feuerwehr ein.

 

Neben verschiedenen Gerätschaften kauften wir ca. 500qm Paletten zum Auslegen des Bodens im Festzelt. Unser 1. Kommandant Reinhard Haas knüpfte mit Verantwortlichen der Firma Zapf in Bayreuth den Kontakt und somit erwarben wir einen vorzüglichen Zeltboden, der bei Zeltveranstaltungen sehr grossen Anklang fand und immer wieder durch den Verleih an andere Vereine eine gute Einnahmequelle für unsere Wehr darstellte.

 

Am 14. Juni besuchten uns die Feuerwehrkameraden aus Kleestadt. Ein zwangloser Abend sollte hier stattfinden. Aber dieser wurde durch die Alarmierung zu einem angeblichen Brand unterbrochen. Nach der Rückkehr vom Einsatz unserer Mannschaft wurde trotzdem noch bis spät in die Nacht gefeiert und gemeinsame Beziehungen vertieft. Unsere Tragkraftspritze, die wir der Feuerwehr Freiahorn für ein Jahr ausgeliehen hatten, kam wieder kommentarlos in unser Feuerwehrhaus zurück.

 

Zu 27 Einsätzen, darunter zwei Brandeinsätze, 20 technische Hilfeleistungen und vier Sicherheitswachen, sowie einen Fehlalarm wurde unsere Wehr gerufen. Einen hohen Stellenwert hat mittlerweile die Ausbildung für Ersthelfer durch Matthias Brendel. Er betreut den Rettungsrucksack und zeigt sich für die Aus- und Weiterbildung der First Responder Truppe, die zehnmal zum Einsatz kam, verantwortlich.

 

Zum Ehrenmitglied wurde in der Mitgliederversammlung Alfons Rühr ernannt. Im Jahr 2009 veranstalteten wir zum ersten Mal einen Tag der offenen Tür. Er fand am 3. Mai auf dem Gelände bei den Feuerwehrhäusern statt. Vorgeführt wurden Fett- und Spraydosenexplosionen, Schauübungen der Jugendwehr und eine Abschlussübung mit Rettungsschere und Spreizer. Ausserdem konnte die Ausstattung des Rettungsrucksackes besichtigt werden. Leider kam der eigens für diesen Tag gebuchte Rettungshubschrauber aus Bayreuth nicht zu uns, da er wegen des schönen Wetters ständig im Einsatz war. Die zahlreichen Gäste waren total begeistert und das Servicepersonal hatte alle Hände voll zu tun, den Ansturm zu bewältigen.


In den sechs Vorstandschaftssitzungen machte man sich hauptsächlich Gedanken über die Sanierung oder Neugestaltung der alten Schule. Für die aktive Wehr könnte man bei einem Neubau evtl. nicht vorhandene Duschen, Schulungs- und geeignete Räume zur Unterbringung der Schutzanzüge mit vorsehen. Da diese im kleinen Feuerwehrhaus bei Nässe im Winter gefrieren. Die Gemeinde Ahorntal stellte bereits finanzielle Mittel für eine Baumaßnahme zur Verfügung. Man war sich aber noch nicht darüber einig, ob eine Sanierung oder ein Neubau durchgeführt werden sollte. Vor der endgültigen Entscheidung wurde die Einschaltung eines geeigneten Sachver-
ständigen, sowie die Abhaltung einer Bürgerversammlung anberaumt.


Überlegt wurde auch, die Gerätschaften unseres Feuerwehrvereins, die zur Abhaltung der Kerwa notwendig waren zu bündeln und gegen eine einmalige Kostenbeteiligung der ortsansässigen Vereine umzueignen. Davon nahm die Vorstandschaft aber wieder Abstand, so blieb es wieder beim Verleih der Gerätschaften. Besonders hervorzuheben ist unser 1. Kassier Andreas Brendel. Durch ihn als Fürsprecher bei seinem Arbeitgeber, der Hypo-Bank Forchheim, honorierte diese das ehrenamtliche Wirken unserer Körzendorfer Feuerwehr mit einer Spende von 500 Euro.

Die Wehr musste dieses Jahr 17 Mal ausrücken.Georg Eckstein ist zum Ehrenmitglied in der Versammlung ernannt worden.

 

2010 fanden fünf Sitzungen der Vorstandschaft statt. Vorrangig wurde die Anschaffung eines Anhängers zur Ölschadenbeseitigung behandelt. Stellplatz könnte die alte Garage beim Anwesen Rühr werden, die der Gemeinde gehört, aber momentan verpachtet ist. Georg Kohlmann berief eine Sitzung mit den Vorständen aller Vereine ein, um über die Zukunft der Alten Schule zu sprechen.

 

Durch die Spenden verschiedenster Sponsoren konnte von der Feuerwehr Waischenfeld eine gebrauchte Wärmebildkamera angeschafft werden. Diese nahm man gleich in den neuen Alarmplan auf. Neu war auch die Übernahme des 1. Zugführerpostens durch Bernd Kohlmann, unseren 2. Kommandanten. Er führt seit Januar den 23. Löschzug an.

 

Zu 31 Einsätzen wurde die aktive Wehr gerufen. Seit langem kam bei Hochwasser am 27. August unsere TSA wieder zum Einsatz, die unsere Reservisten auf den Notfallplan riefen. Sie zeigten uns, dass sie immer noch eine schlagkräftige, energiegeladene und erfahrene Truppe sind. Den Einsatz am 19. September zur Felssicherung an der Burg Rabenstein werde man auch noch lange in Erinnerung behalten. Hier drohte ein loser Fels mit einem Gewicht von ca. 70 Tonnen auf den Gasthof Neumühle abzustürzen. Aufgrund von Klimaveränderungen und damit zusammenhängenden schlechten Witterungsbedingungen werde man laut Sachverständiger in Zukunft noch mehr mit solchen Einsätzen zu rechnen haben.


Der 1. BGM Dannhäußer versprach in der Jahreshauptversammlung vor ca. 80 anwesenden Mitgliedern der Wehr einen Hebekissensatz, der bereits 2005 vom 1. Kommandanten Reinhard Haas beantragt worden war.Zurückgetreten vom Amt des 2. Schriftführers ist in dieser Versammlung Erhard Brendel. Seit 44 Jahren gehörte er der aktiven Wehr und dem Feuerwehrverein an. Da er sich stets im besonderen Maße für die Feuerwehr Körzendorf eingesetzt hatte ernannte man ihn zum Ehrenmitglied. Als Nachfolger seines Amtes, des 2. Schriftführers wählte die Versammlung einstimmig Thomas Adelhardt. Schweren Herzens mussten wir uns 2010 auch von unserem Kameraden Oskar Ott verabschieden, der nach längerer schwerer Krankheit leider relativ früh verstarb. Seine Leistungen, besonders bei Bau unseres Feuerwehrhauses werden wir in besonderer Erinnerung behalten.


In den 11 Vorstandschaftssitzungen 2011 behandelten wir die Kerwa 2012. Ausserdem fragten wir bei der Gemeinde nach, ob es möglich wäre, sollten wir uns einen Anhänger anschaffen, diesen in der ehemaligen Feuerwehrgarage unterzustellen. Zusätzlich stellten wir den Antrag auf Kostenübernahme für die Versicherung des Hängers. Leider teilte uns die Gemeinde mit, dass unsere ehemalige Garage von ihr auf 10 Jahre anderweitig vermietet und somit kein Stellplatz vorhanden ist. Deshalb kam die Vorstandschaft überein keinen Anhänger anzuschaffen, obwohl das Geld dafür durch die letzte Mitgliederversammlung bereits genehmigt worden war.


Dass unser 1. BGM nicht immer zu seinem Versprechen steht, merkten wir spätestens dann, als feststand, dass die FF Kirchahorn den uns versprochenen Hebekissensatz im Rahmen der Anschaffung ihres neuen Feuerwehrautos für Kirchahorn bekam, obwohl sie keine weitere Ausrüstung für technische Hilfeleistung für ihr neues Fahrzeug vorgesehen hatten. Daraufhin wurde einstimmig von der Vorstandschaft beschlossen den Hebekissensatz selber aus eigener Tasche zu erwerben. Von dem letztes Jahr genehmigten Betrag für den Anhänger gaben wir jetzt nur die Hälfte zur Anschaffung des Hebekissensatzes aus.


Zum Schmunzeln veranlasste dann der Umstand, dass wir an den Gemeinderat der Gemeinde Ahorntal einen Antrag auf Bezuschussung des von uns erworbenen Hebekissensatzes stellten. Prompt bewilligte der Gemeinderat der Feuerwehr Körzendorf für diese Anschaffung 2000 Euro. Bezahlen mussten wir auch die neue Fahnenstange unserer Vereinsfahne, die beim Festumzug mitten auf der Fussgängerzone in Bayreuth entzwei brach.

 

Bei der Wahl des 2. Kommandanten stellte sich Bernd Kohlmann wieder zur Verfügung. Er wurde mit 36 Stimmen wiedergewählt. Harald Wolfring trat als Jugendwart zurück, als Nachfolgerin fungieren Lena Richter und Vanessa Haas.

15 Einsätze schlugen 2011 zu Buche. Als Ehrenmitglied wurde Anton Adelhardt einstimmig ernannt. Zu einer Spendenaktion für unseren Kameraden Robert Eckstein und seiner Familie rief unsere Wehr bei der Floriansmesse auf. Mit dem Erlös für die Alteisensammlung konnte ihm ein schöner Betrag übergeben werden. Ehrensache war die Teilnahme an der Beerdigung unseres Ehrenmitglieds Georg Pförtsch. Mit ihm verloren wir einen grossen Gönner und Förderer unserer Wehr.

 

Für die Abhaltung der Kerwa 2012 war kein Festausschuss nötig. Die Vorstandschaft übernahm auch diese Aufgaben alleine. Ein Vertrag über die Mietgebühren unserer Gerätschaften, sowie ein Gemeinschaftsvertrag aller örtlichen Vereine zwecks Gestaltung und Abhaltung der Kerwa wurde aufgesetzt und unterschrieben. Max Richter boten wir an, die Schirmherrschaft für unsere Kerwa zu übernehmen. Gerne nahm er unseren Vorschlag an. Bei dem Bieranstich folgte dann die Überraschung. Als Geschenk übergab er 20 nagelneue Felder Bauzaun an die Vorstandschaft. Eine Renovierung oder evtl. ein Anbau unserer Feldscheune besprachen wir noch in den letzten Sitzungen. 23 Einsätze mussten 2012 gefahren werden. Am 23. April übernahmen wir die Ausrichtung der Kreisfeuerwehrverbandssitzung in der Mehrzweckhalle Kirchahorn.


Von allen Seiten der Führung wurden wir für unsere gute Vorbereitung und Ausrichtung der Veranstaltung gelobt.

In der Jahreshauptversammlung am 19.01.2013 stand die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft an. Bereits in der Jahreshauptversammlung 2012 war durch den 1. Vorsitzenden Georg Kohlmann der Wunsch an die damalige Versammlung gerichtet worden, sich um mögliche Nachfolger für die einzelnen Vorstandsposten Gedanken zu machen. Dem war man nachgekommen, aus den Reihen unserer jüngeren Feuerwehrmitglieder stellte sich eine komplett neue Vorstandschaft zur Wahl. Der amtierende 1. Vorsitzende lies daraufhin die Versammlung darüber abstimmen, ob die alte oder die neue Vorstandschaft zur Wahl antreten solle.

 

Als Ergebnis hoben 16 Mitglieder von den anwesenden 58 stimmberechtigten für die alte Vorstandschaft die Hand. Das Ergebnis sprach klar für den gewünschten Generationswechsel in der Vorstandschaft der Feuerwehr Körzendorf. Im Anschluss daran wurde in einer geheimen Wahl die neue, junge Vorstandschaft gewählt.

 

Hier die Ergebnisse der Wahl:

 

1. Vorsitzender: Christian Rühr

2. Vorsitzender: Markus Adelhardt

 

1. Schriftführer: Eric Eberhardt

2. Schriftführer: Matthias Brendel

 

1. Kassier: Manuel Rühr

2. Kassier: Jonas Gleich

 

Zu Ehrenmitgliedern wurden Josef Knauer und Max Richter, aufgrund ihrer Verdienste in unserer Wehr ernannt.


Das Vereinsjahr 2013 begann am 16. März mit unserem traditionellen Siedwurstessen. Zahlreiche Kameraden und Einwohner Körzendorf’s besuchten die Veranstaltung im Feuerwehrhaus und ließen sich die Kraut- und Blutwürste schmecken. Der erste Brandeinsatz im Jahr 2013 verlangte ein schnelles Ausrücken nach Pfaffenberg. Hier war der Holzherd einer Küche eines Einfamilienhauses in Brand geraten. Es herrschte starke Rauchentwicklung und die Mannschaft musste mit Atemschutz und Schnellangriff vorgehen. Nach ca. 2 Stunden war die Lage unter Kontrolle und die Feuerwehren des Löschzugs 23 konnten wieder in ihre Standorte zurückkehren.

 

Juni 2013 – Hochwasserkatastrophe in Niederbayern. Die Feuerwehr Körzendorf, sowie der LZ 23 wurde im Rahmen eines Hilfeleistungskontingents („Sandsack“) am Dienstag, den 04.06.2013 um 01.00 Uhr nach Bayreuth gerufen. Hier formierte sich unter der Leitung von KBR Schreck und KBI Mendel das Hilfeleistungskontingent für die von der Umweltkatastrophe heimgesuchten Ortschaften rund um Deggendorf. Unter den 17 Kameraden des Löschzugs 23 fanden sich 10 Kameraden der FF Körzendorf. Dies waren: 1 Kdt. Reinhard Haas, 2. Kdt. Bernd Kohlmann, Fahrer 48/1 Markus Adelhardt, Fahrer 11/1 Stefan Zeilmann, Markus Brendel, Christian Rühr, Manuel Rühr, Eric Eberhardt, Manfred Richter und Bernd Zeilmann. Nachdem sich ein Konvoi mit ca. 50 „roten“ Fahrzeugen von Bayreuth um ca. 03.15 Uhr Richtung Süden in Bewegung setzte, versuchten die Feuerwehrleute auf der Fahrt noch etwas Schlaf zu nehmen, bevor die anstrengende Arbeit begann.

 

Angekommen in Hunderdorf erreichten wir nach einer Lagebesprechung um 12:30 Uhr unser erstes Einsatzgebiet in einem Kieswerk der Firma Hacker in Natternberg. Hier wurden über den gesamten Tag, zusammen mit den Wehren aus Trockau, Betzenstein, Hummeltal, Glashütten und Waischenfeld, ca. 10.000 Sandsäcke gefüllt. Der SandKing unseres Löschzugs leistete hierbei hervorragende Dienste. Auch die gegenwärtige Bundeswehr war sichtlich angetan von der Effizienz unseres Gerätes. Kein Wunder, da 7 Abfüllstutzen und 800 Volumen Fassungsvermögen die antiquierten Gerätschaften der Bundeswehr alt aussehen ließen.


Die Nacht verbrachten wir auf Feldbetten in der Mehrzweckhalle Deggendorf. Das Einschlafen viel jedem leicht, kein Wunder bei der schweren Arbeit. Am Tag darauf mussten wir wegen Überflutung und Evakuierung des Kieswerks in Natternberg unsere Arbeit in das Kieswerk nach Freundorf verlegen. Sommerliche Temperaturen jenseits der 30° Celsius machten uns zusätzlich zu schaffen. Mit Ausnahme von Manfred Richter, der trotz der hohen Temperaturen stets in voller Schutzausrüstung seinen Dienst am Nächsten leistete.

 

Der Pegel der Donau begann in der Nacht zum 06.06.13 zu fallen, wodurch das Hilfskontingent aus Oberfranken wieder durch die Regierung zurückberufen wurde. Allen Feuerwehrleuten stand die Erschöpfung förmlich ins Gesicht, jedoch war es auch eine Befriedigung, den Menschen in Niederbayern helfen zu können, die die Hilfe dankend annahmen. Gott sei es gedankt, dass auch in unserem schönen Ahorntal in dieser Zeit die Feuerwehr nicht alarmiert werden musste, denn alle Fahrzeuge des LZ 23 befanden sich ja nicht am Standort. Die Staatsregierung dankte den Helfern am 06.08.2013 im Rahmen eines Staatsempfangs mit Überreichung einer Urkunde, sowie einer Ehrennadel.


Am 19.06.2013 fanden sich die aktiven Mitglieder der FF Körzendorf in das Schulhaus ein, um ihren neuen Kommandanten zu wählen. Reinhard Haas kam zu dem Entschluss, sein Amt als 1. Kommandant, welches er nun 18 Jahre lang souverän ausgeführt hat, aus privaten Gründen abzugeben. Zur Wahl wurde der bisherige 2. Kommandant, Bernd Kohlmann und somit ein nicht weniger erfahrener Feuerwehrmann vorgeschlagen. Ohne Gegenvorschlag waurde Bernd Kohlmann knapp einstimmig von den 32 Kameraden gewählt. Da Bernd Kohlmann bisher das Amt des 2. Kommandanten bekleidete, musste auch ein neuer stellvertretender Kommandant gewählt werden. Es erfolgte als Wahlvorschlag Bernd Zeilmann, der sich aus privaten Gründen jedoch nicht zur Wahl zur Verfügung stellte. Bernd Kohlmann schlug daraufhin Tohmas Zeilmann vor, dieser wurde im darauffolgenden Wahlgang mit deutlicher Mehrheit gewählt.

 

Das Kanzfeuer fand am 22.06.2013 statt und lockte wieder zahlreiche Körzendorfer zur Feldscheune.

Unsere Ehrendame Anja Adelhardt scheidete am 20.07.2013 aus ihrem Amt aus, da sie ihren Martin Orlet in der Autobahnkirche in Trockau heiratete. Wie es der Brauch verlangte, hielten die Mitglieder der Feuerwehr das Brautpaar auf und diese mussten ihre Fähigkeiten beim Kübelspritzen unter Beweis stellen.

 

Ein nicht erfreuliches Ereignis trug sich im August 2013 zu. Unser Ehrenkommandant Baptist Kohlmann ist wenige Tage nach seinem 73. Geburtstag am 24.08.2013 verstorben. Mit ihm verlor die Wehr ein wichtiges Mitglied, welches sich mit beispielhaftem Einsatz für die Belange der Wehr eingesetzt hat. Er war auch maßgeblich am Bau des Feuerwehrhauses beteiligt. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Leistungsprüfung 2013

Im Herbst 2013 waren die Mitglieder äußerst aktiv zugange. Unser in die Jahre gekommenes Feuerwehrhaus, samt Nebengebäude musste sich einer Sanierung unterziehen. Hierbei opferten einige Kameraden eine Vielzahl von Stunden, um die Gebäude wieder ansehnlich herzurichten. Hierbei wurden die Fassaden wieder neu angestrichen und auch der Zugang zum Schulungsraum wurde fachmännisch aufbereitet. Die Sichtholzbretter wurden neu gestrichen, und es wurden energiesparende LED-Leuchten vor dem Haupttor verbaut. Auch die Außenanlagen wurden dabei nicht vernachlässigt. Mit Unterstützung der Firma HOGA- Bau (Roland und Gerd Adelhardt) wurde links vom Gerätehaus die Rasenfläche neu angelegt und ein Steinbeet gelegt. Das Ergebnis ließ sich sehen und gibt nun ein schönes Bild unseres Gerätehauses ab.


Das Jahr 2013 neigte sich dem Ende zu und unsere Fahnenabordnung besuchte wie alle Jahre die Ewige Anbetung in Volsbach. Insgesamt waren im Jahr 2013 21 Einsätze zu verbuchen, hiervon 14 technische Hilfeleistungen, 2 Brände, 4 First-Responder-Einsätze und ein Fehlalarm.


2014:

Um die Tradition zu wahren, begann das Vereinsjahr 2014 wieder mit einem Siedwurstessen, welches am 08.03.2014 abgehalten wurde. Die zahlreichen Besucher ließen sich die Würste schmecken und verweilten bei ein paar schönen Stunden im Gerätehaus.

 

Dass der technische Fortschritt auch in einem Feuerwehrhaus nicht aufzuhalten ist, zeigte sich, als man im April 2014 einen Internetanschluss und WLAN im Schulungsraum installierte. Es wurde außerdem ein neuer Kopierer und Laptop beschafft.

 

Am 09.05.2014 hielten wir den Florianstag in der Kapelle in Körzendorf ab. Im Anschluss daran marschierten wir zum Gerätehaus und ließen den Tag bei einer Brotzeit ausklingen. Einen Tag später fand die Leistungsprüfung THL statt. Diese legten zwei Löschgruppen der Wehr ab. Gruppenführer beider Gruppen war unser 2. Kommandant Thomas Zeilmann, der auch die Vorbereitungen hierfür übernommen hat. Unser neuer Bürgermeister, Gerd Hoffmann, konnte sich als Augenzeuge von der Schlagkräftigkeit unserer Wehr überzeugen. Unser Kamerad aus der benachbarten Wehr Volsbach-Eichig, Jochen Neubauer, legte die Stufe Gold-Rot ab. Als Zeichen der Dankbarkeit, dass die FF Körzendorf ihm das Ablegen der Leistungsstufen ermöglichte, schenkte er uns eine Erinnerungsskulptur, die ihren Platz im Schulungsraum gefunden hat. Der Ausscheider wurde auch von seinen Kameraden beschenkt, man überreichte ihm eine Jacke – natürlich mit der Aufschrift FF Körzendorf.

 

Kurz darauf standen 2 Festumzüge bevor. Der MBV Freiahorn hatte am 25.05.2014 in Anbetracht seines 15-jährigen Gründungsfestes zu einem Festumzug geladen. Ein weiterer Festumzug fand am 08.06.2014 statt. Mit gewohnt hoher Beteiligung marschierten wir durch Breitenlesau, denn dort fand der Kreisfeuerwehrtag 2014 statt. Eine eigene Festlichkeit organisierten wir am 28.06.2014. Das Kanzfeuer in der Körzendorfer Feldscheune war wie gewohnt gut von den Körzendorfern besucht.

 

Aufgrund der lückenhaften Aufzeichnungen, besonders in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts kann es möglich sein, Personen oder Mitglieder und deren Tätigkeiten nicht erwähnt zu haben.

 

Möchten Sie noch weitere Informationen oder haben Sie genauere geschichtliche Angaben, dann schreiben Sie uns einfach.