| Körzendorf, 25.05.2010 | ||
| Körzendorf, 25.08.2009 | ||
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Körzendorf, 02.02.2008
Vorstellung der "First Responder" Einheit der FF Körzendorf
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1. Was bedeutet eigentlich "First Responder"?
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Für eine schnelle Eingreifmannschaft hat sich der Begriff "FIRST RESPONDER" (engl.: erste Antwort oder zuerst Eintreffender) durchgesetzt. FIRST RESPONDER sind ein zusätzliches Glied in der Rettungskette zwischen der Laienhilfe und dem qualifizierten Rettungsdienst. Eine Idee setzt sich durch: Ersthelfer in Feuerwehrmontur! Was einst als Pilotprojekt begann, hat sich als feste Größe etabliert Mit der Novelle zum Bayerischen Rettungsdienstgesetz, die zum 1. Januar 1998 in Kraft getreten ist, wurde erstmals in einem Gesetz der auch als "First Responder" bezeichnete "Helfer vor Ort" verankert. Als "Helfer vor Ort" kommen Einheiten der Feuerwehr und / oder der örtlichen Hilfsorganisationen als organisierte Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zum Einsatz und zwar insbesondere dann, wenn der Rettungsdienst auf Grund langer Anfahrten oder auch wegen Überlastung nicht rechtzeitig eintreffen kann. First Responder ist aber auch deshalb notwendig, weil die aktive Hilfe der Bevölkerung im Rahmen von Notfällen immer mehr zurück geht. Untersuchungen haben dabei folgendes erschreckende Ergebnis gezeigt: * In 60 % der Fälle wurde nicht geholfen, von den verblieben 40 % entfielen * jeweils 5 % auf die Alarmierung und Mithilfe bei der Rettung. * Bei nur 20 % der untersuchten schweren Unfälle wurde Erste Hilfe geleistet, davon in über der Hälfte der Fälle nicht sachgerecht. Da die Feuerwehren mit einem gut ausgebauten, flächendeckenden und funktionierenden Alarmierungssystem ausgerüstet sind, besteht die Möglichkeit, das therapiefreie Intervall durch die Einrichtung eines so genannten First- Respondersystem zu verkürzen. Als therapiefreies Intervall wird die Zeit zwischen dem Eintritt eines lebensbedrohenden Zustandes bis zur Erstversorgung durch Rettungsdienstpersonal bezeichnet. Die alarmierten Feuerwehrkräfte ergreifen dabei Maßnahmen wie zum Beispiel: * Das Einbringen der "First Responder-Einheiten" der Feuerwehr in den Rettungsdienst und somit die Alarmierung durch die Rettungsleitstelle bedarf der Zustimmung des jeweiligen Rettungszweckverbandes und der Kommune. * Um eine Zustimmung des Rettungszweckverbandes für Einheiten der Feuerwehr als "First Responder-Einheiten" zu erreichen, hat zum Beispiel der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg einen Anforderungskatalog erstellt, der durch den Kreisfeuerwehrarzt überprüft und bestätigt werden muss, bevor der Antrag durch die Feuerwehr an den Rettungszweckverband gerichtet werden kann. Vorteile einer schnellen Notfallhilfe durch die "First Responder": * Die Helfer vor Ort haben meist eine sehr gute Ortskenntnis und sind so oftmals schneller beim Patienten. * Das therapiefreie Intervall (Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes) wird wesentlich verkürzt. * Lebensrettende Sofortmaßnahmen können zwischen fünf und zehn Minuten schneller als bisher eingeleitet werden. * Schnelle Rückmeldungen an den Rettungsdienst sind möglich und erleichtern diesem die Vorbereitung des Einsatzes. * Der Rettungsdienst wird eingewiesen und unterstützt. * Der Rettungshubschrauber (RTH) kann ggf. zur Landung eingewiesen werden, die Besatzung des RTH wird zur Einsatzstelle transportiert. |
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2. Entstehung der First Responder Einheit in Körzendorf
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Fallbeispiel: Bei einer Reanimation des Vaters eines Feuerwehrangehörigen unserer Wehr kam der Rettungsdienst erst nach ca 20 min in Körzendorf - der RTW Waischenfeld befand sich im Einsatz. Der RTW aus Hollfeld und der Christoph 20 - Standort bei einer Veranstaltung in Fichtelberg- sind von der Rettungsleitstelle geschickt worden. Der Patient konnte dank einer Defibrillation wiederbelebt werden. Dieser erlangte aber nicht mehr das Bewusstsein und verstarb in den folgenden Wochen. Aufgrund mehrerer Medizinischer Notfälle in den vergangenen Jahren wurde der Ruf nach einer besseren medizinischen Ausrüstung für die Feuerwehr Körzendorf laut. Im Sommer 2006 wurde ein vollständig ausgerüsteter Notfallrucksack gekauft und die vorgeschriebene 48 Stunden Ausbildung für die zukünftige First Responder Einheit von Februar bis August 2007 erfolgreich absolviert. |
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3. Persönliche Schutzausrüstung
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| Feuerwehrschutzkleidung inklusive Sicherheitsstiefel und Feuerwehrschutzhelm, Einsatzjacke mit First Responder Aufnäher. Der Bürgermeister der Gemeinde Ahorntal gab grünes Licht für dieses Projekt und sicherte die Versicherungspflicht des GUV zu. | |
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4. Notfallausrüstung
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Defibrillator AED Lifepak 500
Sauerstoffflasche 2 Liter mit Dauerflow 5 Liter Verbandsmaterialien Brandwundenversorgung Absaugpumpe + Absaugkatheder Blutdruckmanschette mit Stethoskop Pupillenleuchte Blutzuckermessgerät + Traubenzucker Beatmungsbeutel mit verschiedenen Masken Stifneck Silect für Erwachsene und Kinder Saugkompressen Amputationsset "Hand" Orion Reflex Decke Rettungsschere Robin Safety Boy Mag - Lite 3D Pulsoxymeter diverses Kartenmaterial u.v.m. |
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5. Finanzierung
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| Durch private Spenden, sowie Geld und Sachspenden der ortsansässigen Firmen.
Hierfür ein Herzliches Dankeschön! |
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6. Fortbildung
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| Die Aus- und Fortbildung findet vierteljährlich statt und wird vom Malteser Hilfsdienst Waischenfeld und von unserem First Responder Beauftragten RA Matthias Brendel durchgeführt. | ||
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7. Einsätze
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siehe Einsätze 2008
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